Mein Name ist Heidemarie Urani. Ich bin in Niederösterreich geboren und aufgewachsen, wo Tiere seit meiner frühesten Kindheit ein selbstverständlicher Teil meines Lebens waren. Wenn es kein Hund, keine Katze oder kein Pony war, dann war es zumindest eine Gartenschnecke, die ihren Platz auf meinem Schreibtisch fand – sehr zum „Vergnügen“ meiner Mutter, die sie später im ganzen Haus wiederfand.
Seit August 2025 lebe ich mit meinen zwei jüngsten Kindern und all unseren Tieren in Liebenfels (Pflausach) in Kärnten. Nach mehreren Stationen durften wir hier ankommen: beruflich, menschlich und mit unserem Verein.
Ich arbeite hier als Fachsozialbetreuerin in der Behindertenarbeit, und unsere Tiere haben auf dem Camphill-Gelände einen geschützten, artgerechten Lebensraum gefunden. Die Vereinsarbeit ist hier angesiedelt – wir sind eingemietet, leben und arbeiten vor Ort, der Verein „Zeit mit Tier“ bleibt jedoch eigenständig.
Der Verein „Zeit mit Tier“ wurde 2016 in Traismauer (Niederösterreich) gegründet. Von Beginn an stand die tiergestützte Arbeit mit Kindern, Familien und Tageskindern im Mittelpunkt. Besonders Kinder profitierten von den Begegnungen mit den Tieren – sei es im sozialen Lernen, in der emotionalen Entwicklung oder einfach im Erleben von Vertrauen, Nähe und Beziehung.
2022 erfolgte der Umzug nach Obdach, wo der Verein weitere drei Jahre tätig war.
Seit 2025 darf „Zeit mit Tier“ nun seinen Platz in Liebenfels in Kärnten finden – ein neuer Abschnitt, ein neues Umfeld und gleichzeitig ein bewusstes Ankommen nach vielen bewegten Jahren.
Mein beruflicher Weg ist geprägt von der Arbeit mit Menschen und Tieren. In unterschiedlichen Lebensphasen war ich als Tierpflegerin und als Tagesmutter für Kinder mit Behinderung tätig. Heute arbeite ich als Fachsozialbetreuerin in der Behindertenarbeit.
Ergänzend dazu habe ich Ausbildungen zur Fachsozialarbeiterin in der Altenarbeit, zur tiergestützten Fachkraft und zur landwirtschaftlichen Facharbeiterin absolviert.
Mit 13 Jahren erfüllte sich mein größter Kindheitstraum, als ich mein Pony Rambo bekam. Er begleitete mich 30 Jahre lang und war ein außergewöhnlich feinfühliges Tier, insbesondere im Umgang mit Kindern. Gemeinsam mit meinem verstorbenen Pony Rambo und meiner Dogo-Argentino-Hündin Niki durfte ich tiefgreifende Erfahrungen über Beziehung, Achtsamkeit, Präsenz und Vertrauen machen. Sie gehören zu meinen größten Lehrern, ebenso wie meine Kinder und Chöje Lama Gelongma Palmo.
Die tiergestützte Arbeit ist heute ein anerkannter Ansatz in Bereichen wie
Behindertenarbeit, Pädagogik, Sozialarbeit, Altenarbeit und psychosozialer Begleitung. Tiere begegnen Menschen ohne Bewertung, im Hier und Jetzt. Sie fördern Selbstwahrnehmung, Beziehungsfähigkeit, emotionale Stabilität und soziale Kompetenzen – und sie schaffen Räume, in denen Menschen einfach sein dürfen.
Mein Herzenswunsch ist es, mit „Zeit mit Tier” einen solchen Begegnungsort zu gestalten. Einen Ort, an dem das, was Tiere uns schenken – Ruhe, Echtheit, Verbindung und Vertrauen – erlebbar wird. Nicht belehrend, nicht fordernd, sondern still, ehrlich und im eigenen Tempo.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie wertvoll diese Begegnungen sind. Genau dieses Erleben möchte ich weitergeben – an Menschen jeden Alters, die bereit sind, Zeit mit Tieren in Harmonie zu verbringen.